Außer den großen, alten Obstbäumen - Kirschen, Wildkirschen, Apfel und Birne - , dem Haus, einem Frühlingsflieder und einer ausladenden, weißen Wildrose blieb auf dem gut 1000 m² großen Grundstück bei der Neugestaltung des Gartens vor 15 Jahren kaum etwas am alten Platz.

Das zum Haus hin abschüssige Gelände wurde mit Hilfe von 50m³ Erde, einem geliehenen Bagger und sehr vielen Steinen neu strukturiert: In viele kleinere Flächen auf verschiedenen Ebenen. Der Grundriss enthält wiederholt kreis- und halbkreisförmige Elemente, Wege sind nirgends mit der Schnur gezogen. Und in den ersten Jahren lockerte ein meandernder Bachlauf eine größere Rasenfläche auf. Es gibt mehrere Terassen, eine Beerenobstecke (für die Marmeladenproduktion), Staudenbeete und einen Teich. Außerdem sind ein paar junge Obstbäume - Mirabelle, Birnenquitte, Zwetschge - und Ziergehölze dazu gekommen. Auch Hasel- und Walnuss wachsen gut, die ein freundliches Eichhörnchen gepflanzt hat.

 

Da der Garten vom Haus aus Richtung Norden liegt, bekommen einige Beete erst so spät  im Frühjahr Sonne, dass die Zwiebelblüte dort etwas verzögert wird. Die Osterglocken erscheinen nur selten pünktlich und manchmal blühen noch bis Mitte Mai Tulpen.

Auch im Hochsommer haben diese schattigen Ecken ihre besondere Qualität, denn man findet immer ein kühles Plätzchen zum Entspannen.

Weiter vom Haus entfernt gibt es dagegen mehrere sonnenverwöhnte Sitzecke zwischen Felsenbirnen und Holunder, unter den Kirschbäumen und am Teich.

 

Nach wenigen Jahren war der Garten eingewachsen und sah aus, als sei er nie anders gewesen. Vieles hat sich bewährt, einiges hat sich selbst dazu gepflanzt, manches ist verschwunden, anderes wurde verworfen. Die Pflege des Bachlaufs hat zum Beispiel so viel Arbeit gemacht, dass er zurück gebaut wurde und heute ohne Plätschern als Blumenband die Rasenfläche durchbricht. Und statt Rasen bestehen die begehbaren Grünflächen im Nordgarten natürlich längst überwiegend aus Moos, welches die meiste Zeit des Jahres auch auf Wegen und Steinmauern ungestört wuchern darf. Chemische Helferlein finden hier keine Verwendung.

 

Auch viele Tiere haben inzwischen ihren Weg in den Garten gefunden. In der Dämmerung trifft man Igel, an Sommerabenden kreisen Fledermäuse zwischen den alten Bäumen, im Teich plantschen morgens verschiedenste Vögel, auch leben dort Molche und mit Glück kann man Libellen beim Schlüpfen beobachten. Wegen der Waldnähe sind auch Eichhörnchen, Häher und Spechte keine seltenen Gäste.

 

Besichtigungsmöglichkeiten und Wegbeschreibung finden Sie unter Termine und Kontakt.